
Martha Mödl und José Carreras, Rita Streich, Agnes Baltsa, Renata Tebaldi und Leonard Bernstein – sie alle waren hier zu Gast. In „Peters Operncafé“, das der in die Oper vernarrte Peter Jansky im September 1981 in der Wiener Riemergasse 9 eröffnete. Und wie schnell daraus eine von Opern-Fans und Opernprominenz besuchte Institution wurde, konnte man bislang nur vor Ort erahnen – angesichts der mit Dankesgrüßen und Autogrammkarten gepflasterten Wände. Nun aber hat Peter Jansky seine Operncafé-Geschichte einmal aufgeschrieben. Und selbstverständlich konnte er dafür nicht nur auf einen riesigen Fundus an Erinnerungsfotos zugreifen, sondern auf zahllose Anekdoten und hautnah erlebte Geschichten. So etwa erzählt er jetzt davon, wie ihm wohl regelrecht das Herz in die Hose gerutscht ist, als der Besuch Herbert von Karajans angekündigt wurde. Doch Karajan fühlte sich sofort pudelwohl und gratulierte Jansky sogar zu der „Musikverein-Akustik“ seines Cafés. Das Operncafé war ein fester Treffpunkt für alle geblieben, die die Oper und überhaupt die klassische Musik lieben.
Guido Fischer, 14.12.2024, RONDO Ausgabe 6 / 2024

